Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung:

Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.


Schlaganfall

Der Schlaganfall, auch Apoplex, Insult oder Gehirnschlag genannt, ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns. Werden Blutgefäße im Gehirn auf Grund einer Verstopfung oder einer Blutung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, nehmen Nervenzellen Schaden. Es drohen Gedächtnisverlust, Sprachstörungen, Lähmungen, Koma, Tod.

Jährlich erleiden etwa 250.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Die Mehrzahl ist betroffen von Durchblutungsstörungen. Hirnblutungen machen den kleineren Teil der Fälle aus. Der Schlaganfall ist eine typische Erkrankung des Alters, da etwa drei Viertel der Betroffenen über 65 Jahre alt sind. Und doch trifft die Erkrankung auch junge Menschen unerwartet und plötzlich. In Deutschland ist der Gehirnschlag die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs und zählt zu den häufigsten Ursachen für eine dauerhafte Behinderung.

Unsere Sinne – zentrale Steuerung im Gehirn

Das Gehirn ist Teil des zentralen Nervensystems und besteht hauptsächlich aus Nervengewebe. Wie bei einem Computer werden Informationen zentral gespeichert und verarbeitet. Im Gehirn befindet sich neben versorgenden Blutgefäßen ein ausgeprägtes Netz an Nervenzellen und Erregungsleitungen, über welche Sinneseindrücke aufgenommen und Aktivitäten des Körpers gesteuert werden (Beispiele: Sehen, Tasten, Sprechen, Bewegung). Werden die Nervenfasern im Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff und Glucose versorgt, sind die entsprechenden Reaktionen und Funktionen gestört.

Wie entsteht der Schlaganfall?

In den meisten Fällen verstopfen Blutgerinnsel die kleinsten Hirngefäße. Man spricht dann von einem ischämischen Hirninfarkt. In selteneren Fällen treten Blutungen an defekten Hirngefäßen auf: Platzt eine Arterie im Hirn, gräbt sich Blut in das weiche Nervengewebe und zerstört es. Die Ursachen für einen Schlaganfall können vielfältig sein. Die größten Rollen spielen:

  • Bluthochdruck
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • ungesunde Ernährung

Wie äußert sich der Schlaganfall?

Ein Schlaganfall kommt zumeist plötzlich und unerwartet. Welche Auswirkungen und Anzeichen ein Schlaganfall hat, hängt davon ab, welche Bereiche des Gehirns akut geschädigt wurden. In manchen Fällen kündigt sich die Erkrankung an, da schon im Vorfeld kleinere Durchblutungsstörungen zu Beeinträchtigungen führen.

Diese so genannten transitorischen ischämischen Attacken dauern oftmals nur wenige Minuten und sind wichtige und ernst zu nehmende Warnsignale.

Typische Leitsymptome eines beginnenden Hirninfarktes sind:

  • eine plötzliche Sehstörung, vor allem, wenn sie nur auf einem Auge auftritt
  • ein plötzlicher Verlust der Sprechfähigkeit oder Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehen
  • plötzliche Schwäche, Lähmung oder Taubheitsgefühl einer Körperseite, besonders des Gesichtes, oder des Armes oder Beines
  • plötzlich einsetzender Schwindel mit Gangunsicherheit oder mit Übelkeit und Erbrechen
  • erstmalig und plötzlich auftretende sehr heftige Kopfschmerzen

Jede Minute zählt

Treten Störungen in Sinnesempfindungen auf, wie Schwindel, Sehausfälle, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen, Übelkeit oder plötzliche starke Kopfschmerzen, so ist so schnell wie möglich ein Arzt beziehungsweise ein Notarzt zu rufen – vor allem, wenn diese Symptome bei alten Menschen und Menschen mit Risikofaktoren vorkommen. Denn im akuten Infarktfall gilt: Je schneller Hilfe kommt, umso besser sind die Chancen, nach dem Anfall keine bleibenden Schäden zu behalten.

Der Betroffene muss auf schnellstem Weg ins Krankenhaus, am besten in eine so genannte Stroke-Unit. Diese sind auf Schlaganfall-Patienten spezialisierte Abteilungen in Kliniken. Fragen Sie Ihren Arzt nach der nächstgelegenen Stroke-Unit, wenn bei Ihnen oder einem Ihrer Angehörigen ein Risiko für Schlaganfall besteht. Die Akutbehandlung sieht vor, alle notwendigen Kreislauffunktionen zu erhalten und die Durchblutung in den Gefäßen zu fördern. Wenn im Krankenhaus eine Hirnblutung ausgeschlossen werden konnte, wird mit Hilfe von Infusionen das Blutgerinnsel aufgelöst.

Schlaganfall – und dann?

Schritt für Schritt zurück ins Leben, muss jetzt die Devise lauten. Rehabilitation ist immer die Aufgabe eines Teams: Ärzte, Pflegepersonal, spezielle Therapeuten, aber ebenso die Familie und Freunde des Betroffenen sollten über einen langen Zeitraum von Beginn an zusammenarbeiten. Wenn die kritische Phase der ersten Tage vorüber ist, beginnt sofort die Frührehabilitation. Die Patienten lernen mit Hilfe von Krankengymnasten, Sprachtherapeuten, Ergotherapeuten sowie unter Anleitung von Pflegern und Schwestern, die verloren gegangenen Funktionen wieder zurückzuholen. Je früher die Rehabilitation beginnt, umso besser. Ob eine Langzeitrehabilitation erforderlich ist, hängt vom Ausmaß der erlittenen Nervenschäden ab. Einige Patienten erholen sich rasch wieder vollständig, andere benötigen zum Teil Monate und Jahre, bis sie ihre Alltagsaktivitäten wieder selbst in den Griff bekommen. Ein Schlaganfall hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf körperliche Funktionen, er verändert auch die Gefühlswelt. Das kann für den Betroffenen, aber auch für die Menschen um ihn herum, schwierig sein. Doch viele dieser Probleme lassen sich überwinden. Wenn der Patient nach einem Schlaganfall wieder nach Hause kommt, hat er bereits große Fortschritte gemacht, so dass er nun den Genesungsprozess im Kreis seiner Familie fortsetzen kann.

Vorbeugen – richtig und konsequent
Eine gesunde Lebensweise ist die beste Vorbeugung. Mit ihr kann man die wichtigsten Risikofaktoren aktiv angehen.

1 Bluthochdruck ruft über lange Zeit keine typischen Beschwerden oder Schmerzen hervor – leider. Umso wichtiger ist es, seine Werte regelmäßig zu überprüfen: beim Arzt, in der Apotheke oder mit einem Selbstmessgerät. Gegebenenfalls sind blutdrucksenkende Medikamente erforderlich.
2 Moderates Ausdauertraining senkt das Risiko, „vom Schlag getroffen“ zu werden, stärkt das Herz, stabilisiert den Kreislauf. Dabei reicht täglich eine halbe Stunde pulsanregende Bewegung, wie zum Beispiel gemächliches Radeln.
3 Übergewicht ist eine schwerwiegende Ursache für Bluthochdruck und Schlaganfall. Bemühen Sie sich, Übergewicht abzubauen. Nehmen Sie langsam, aber dafür stetig ab. Unterstützung erhalten Sie in Ihrer A-plus Apotheke.
4 Nikotin ist ein gefährliches Gefäßgift! Rauchen ist ein Laster, das Sie unbedingt komplett ablegen sollten. In Ihrer A-plus Apotheke hilft man Ihnen gerne dabei.
5 In puncto Ernährung lauten die wichtigsten drei Regeln kurz und knapp: kochsalzarm, cholesterinbewusst und kalorienarm sollte es sein. Kochsalz, wissenschaftlich Natriumchlorid, bindet Wasser in den Gefäßen und kann so den Blutdruck erhöhen. Cholesterin, tierische Fette und Alkohol sind ein großes Risiko für Gefäßverkalkungen. Viele weitere Tipps für eine gesunde Ernährung erhalten Sie in Ihrer A-plus Apotheke.

Wer auf allen Ebenen konsequent handelt, seinen Blutzucker unter Kontrolle behält und seinen Körper vor Stress und schädlichen Einflüssen schützt, vermindert das Risiko für einen Schlaganfall.

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