Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung:

Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.


Wundbehandlung

Es gibt viele verschiedene Arten von Wunden. Sie können durch äußere Gewalteinwirkung, durch Hitze, Kälte oder Strahlen sowie durch chemische und bakterielle Einflüsse entstehen. Ebenso zahlreich sind die Faktoren, die die Wundheilung beeinflussen.

Jede Wunde ist eine Verletzung der Haut, die unseren Körper vor der Umwelt schützt. Sie hat wie kaum ein anderes Organ die Eigenschaft, sich zu regenerieren. Offene Wunden können von selbst abheilen, vorausgesetzt, der körpereigene Heilungsprozess wird nicht gestört.

Was Sie persönlich zur Versorgung und Infektionsprophylaxe der verschiedenen Wundarten tun können und wann ein Arztbesuch erforderlich ist, erfahren Sie in dieser Broschüre. Alle weiteren Fragen beantwortet Ihr A-plus Apothekenteam Ihnen gerne.

Die Haut – kein Mysterium

Mit einer Oberfläche von zirka zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Organ unseres Körpers und wiegt bei Erwachsenen bis zu zehn Kilogramm. Sie ist nicht nur unsere „äußere Hülle“, sondern hat eine Vielzahl lebenswichtiger Funktionen zu erfüllen:

  • Temperatur- und Feuchtigkeitsregulation
  • Bildung der Hautfette
  • Tastsinn
  • Sonnenschutz
  • Barriere vor Schmutz und Krankheitskeimen
  • Auffangen mechanischer Stöße

Daneben hat sie auch „kommunikative“ Eigenschaften: durch Hautfarbe, Teint, Fett- und Feuchtigkeitsgehalt sowie Reinheit vermittelt sie der Umwelt vielfältige Informationen.

Die Haut ist in drei Gewebeschichten unterteilt:

Besonders wichtig ist die Barrierefunktion der obersten Hautschicht, Oberhaut oder Epidermis genannt. Sie ist der erste Schutzschild gegen ungebetene Gäste, wie zum Beispiel bestimmte Bakterien oder Pilze. Andererseits leben auf unserer Haut sehr viele Bakterien, die für das normale Funktionieren der Haut wichtig sind. Wird die oberste Hautschicht durch mechanische, thermische oder chemische Kräfte geschädigt oder gar zerstört, kann sie ihre Barrierefunktion nicht mehr wahrnehmen.

Die darunter liegende Lederhaut verleiht der Haut ihre Elastizität und Dehnungsfähigkeit. Die Blutgefäße reichen bis in die Lederhaut. Wird sie verletzt, fängt sie an zu bluten. Das Bluten der Wunde hat einen reinigenden Effekt.

Die Unterhaut, bestehend aus Bindegewebe, dient vor allem der Abpolsterung von Stößen sowie der Wärmeisolation.

Verletzung ist nicht gleich Verletzung

Schürfwunden

Sie betreffen lediglich die Oberhaut (Epidermis) und sind oberflächlicher Art. Die darunter befindliche Lederhaut bleibt unverletzt. Wunden heilen meist ab ohne Narben zu hinterlassen. Schmutz entfernt man am besten vorsichtig mit klarem Wasser und desinfiziert die Wunden dann mit einer fertigen Lösung aus der Apotheke. Falls eine Wundauflage gewünscht ist, empfiehlt sich ein transparenter Hydrokolloid-Verband.

Hautblasen

Durch Druck oder Reibung hebt sich die Oberhaut ab. Es entsteht ein Hohlraum, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Der Körper schützt auf diese Weise die tiefer gelegenen Gewebeschichten. Platzt die Blase auf, entsteht eine offene Wunde. Spezielle Blasenpflaster aus der Apotheke gibt es in verschiedenen Größen. Sie wirken wie eine zweite Haut und können in jedem Stadium der Blasenbildung und -heilung eingesetzt werden.

Schnittwunden

Sie können sehr tief sein und alle Hautschichten verletzt haben. Auch innere Körpergewebe können betroffen sein. Deshalb sind je nach Wundtiefe die Bewegungsfähigkeit und die Durchblutung zu überprüfen. Nach vorsichtiger Reinigung sollten die Wundränder mit einem Klammerpflaster zur Erleichterung der Wundheilung fixiert werden.

Stichwunden

Die äußeren Schädigungen sind oft nur klein. Sie können aber sehr tief sein. Deshalb muss damit gerechnet werden, dass unter der Haut Gefäße, Nerven oder Organe verletzt wurden und sich Infektionskeime in der Wunde befinden. Aus diesem Grund bei tieferen Wunden immer einen Arzt aufsuchen.

Biss-, Kratz- und Risswunden

Sie sind oft mit Bakterien besiedelt und erfordern besondere Behandlungsmaßnahmen, da beispielsweise über den Speichel auch gefährliche Gifte übertragen werden können. Bei einem Tierbiss in einem tollwutgefährdeten Gebiet ist eine Tollwutimpfung unbedingt erforderlich! Zerfetzte und gequetschte Wundränder werden mit einer Wundausschneidung vom Arzt versorgt. Bei Kratzwunden stehen Reinigung und Desinfektion im Vordergrund.

Quetschwunden

Sie entstehen meist durch stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch einen Schlag oder Stoß. Quetschwunden zeigen oft ausgedehnte Gewebszerstörungen, zerfetzte Wundränder oder Wundtaschen. Sie sind stark infektionsgefährdet und heilen oft nur schlecht. Reinigung und Desinfektion der Wunde sind deshalb vorrangig.

Wunden, hervorgerufen durch Hitze oder chemische Stoffe

Je nach Dauer und Ursache der Verletzung kommt es zu Gewebszerstörungen unterschiedlichster Schwere. Brandwunden, Verblitzungen durch Laser, Säure- oder  Laugenverätzungen aber auch der Sonnenbrand zählen hierzu. Fließendes, kaltes Wasser zur Schmerzlinderung bzw. zur Neutralisation ist die erste Maßnahme bei Brandwunden und Verätzungen. Im Zweifel sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

3 Phasen der Wundbehandlung

Jede Wundheilung verläuft unabhängig von der Art der Wunde und vom Ausmaß des Gewebeverlustes in drei Phasen, die zeitlich überlappen und sich nicht voneinander trennen lassen:

1. Phase = entzündliche, sekretreiche Phase

Im Vordergrund steht die Wundreinigung und das „Abräumen“ defekten Gewebes. Es kommt zur Absonderung von Wundsekret (Blut- und Lymphflüssigkeit). Der Gerinnungsprozess wird in Gang gesetzt. Erste Schritte zum Wiederaufbau des Gewebedefektes (erhöhte Zellteilung) erfolgen.

2. Phase = Aufbauphase

Nach etwa 4 Tagen setzt die Gewebe-Neubildung ein. Neue Bündel aus Kollagen-Fasern werden gebildet. Sie geben unserer Haut die nötige Festigkeit und Stabilität. Es entsteht ein neues Gewebe, mit neugebildeten feinsten Blutgefäßen (bei größeren Wunden an der körnigen, roten Oberfläche zu erkennen). Die oberste Schicht wird von einem eiweißreichen Sekret überzogen – dem Schorf. Je schneller die Durchblutung und damit die Versorgung der Wunde mit Nährstoffen und körpereigenen Abwehrzellen wieder funktioniert, umso schneller heilt die Wunde.

3. Phase = Wiederherstellungsphase

Nach etwa 6 bis 10 Tagen beginnt die Bildung neuer Hornhautzellen. Die Kollagen-Faserbündel nehmen jetzt rasch zu. Die Wunde beginnt sich zusammenzuziehen und verfestigt sich. Unter Verlust von Wasser und Gefäßen bildet sich das Narbengewebe. Zum Abschluss der Wundheilung setzt vom Wundrand her die Bildung neuer Hornhaut ein.

Tipp für den Notfall

Für alle stark verschmutzten und infektionsgefährdeten Wunden gilt als Erstes: Reinigung, Wundspülung und Desinfektion! Ist eine aufgetretene Blutung gestillt, dann die Wunde mit einer keimfreien Wundauflage bedecken – im Notfall tut es auch ein sauberes Taschentuch. Setzt nach Tagen die Gewebe-Neubildung ein, helfen Panthenolhaltige Salben die Wundheilung zu unterstützen.

Wundauflagen

Wundauflagen sollen eine schnelle Blutgerinnung ermöglichen und dabei eine Infektion der Wunde verhindern. Sie sollen zügig die Phasen 2 und 3 der Wundheilung einleiten und in allen Phasen für ein optimales Wundmilieu sorgen.

Ihre wichtigsten Aufgaben sind:

  • Regulation von Temperatur und Feuchtigkeit
  • Abschirmung vor fremden Mikroorganismen
  • Schutz vor UV-Strahlen
  • Ermöglichung der Sauerstoffversorgung
  • Unterstützung von Immunzellenwanderung
  • Gewährleistung eines mechanischen Schutzes

Welche von ca. 3.000 Wundauflagen im Einzelfall die richtige ist, hängt von der Art und dem Schweregrad der Wunde ab. Ihr A-plus Apothekenteam berät Sie gerne.

Was die Wundheilung negativ beeinflussen kann

Verschiedene Faktoren können die Wundheilung behindern und verzögern. Hier die wichtigsten:

  • Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen und Krampfadern,
  • Medikamente, wie zum Beispiel Krebsmittel, Psychopharmaka, Kortison und andere entzündungshemmende Substanzen, Antibiotika oder Antiseptika,
  • verschiedene Faktoren wie hohes Alter (im Alter heilen Wunden langsamer), zu wenig Schlaf, Vitamin- und eiweißarme Ernährung, nicht intaktes Immunsystem, Schmerzen und Rauchen (fördert einen Mangel an Vitamin C, welches die Kollagenbildung stimuliert und das Immunsystem aktiviert).
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  • Notdienst

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.